Das Zauberwort heißt SEO

Die EU startet gerade ein Wettbewerbsverfahren gegen Google, heißt es aktuell bei Spiegel Online.

So ganz erschließt sich mir die Wettbewerbsklage allerdings nicht. Wenn ich mir die dazu veröffentlichte Fotostrecke zum Wettbewerbsverfahren, ansehe, scheint Universal Search an den Pranger gestellt worden zu sein. Gerade den Klägern sollte bekannt sein, dass man neben der “alten” Google-Suche heute auch “diverse neue Google-Kanäle” optimieren muss, wenn man bei Google erfolgreich bleiben möchte. Und warum sollte die Homepage von Nokia nicht oben stehen, wenn jemand nach Nokia-Produkten sucht? Warum sollte Google keine Suchergebnisse aus Shopping-, News- oder Video-Suche in der eigenen Suchmaschine anzeigen dürfen, wo ebenfalls Seiten und Angebote Dritter gelistet werden, die ebenfalls vom SEO beeinflusst werden können?

Wäre ja schön, wenn die ersten Plätze der Suchmaschinen auch ohne SEO erreichbar wären – aber wie sollen sich Millionen von Internetseiten das gleiche Plätzchen teilen?

Man könnte natürlich auch gleich SEO verbieten, für Suchmaschinen aller Art. Doch einerseits können die wenigsten Marktteilnehmer einschätzen, wo und in welchem Umfang SEO praktiziert wurde und wo SEO versäumt worden ist, andererseits war SEO schon immer eine sinnvolle Maßnahme, um Suchmaschinen im Sinne ihrer Besucher dabei zu helfen, relevante von irrelevanten oder weniger relevanten Ergebnissen zu trennen, um die Rangfolge in der Suchmaschine zu verbessern.

Da manche nur nach Shopping-Produkten suchen, andere nur nach Videos, wieder andere lokal … kann ich die Klage irgendwie nicht nachvollziehen. Soll damit Universal Search verboten werden?

Das Zauberwort heißt SEO

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16 Kommentare zu “Das Zauberwort heißt SEO”

  1. Maxim

    “Um ihrer Arbeit nachgehen zu können, bekommen die Wettbewerbswächter Einblick Googles geheimen Such-Algorithmus, der bestimmt, welche Web-Seite bei einer Suche als wie relevant eingestuft wird.”

    Ich würde gern so einen Kommissar als Kollegen haben 😀

    Das die Klagen mit von Microsoft initiert werden wirft doch ein anderes Licht auf die ganze Sache. Und eben das zaberwort heist SEO, und es klagen immer die die keinen Plan davon haben oder ben Konkurrenten. Im grunde genommen ist Google ein Provit orientiertes Unternhemen mit einer Webseite und mit dieses können sie machen was sie wollen.

    Wo kommen wir denn hin wenn jeder Eumel seine Rankings bei Google einklagen könnte. Dann kann Google doch gleich gebote für die, dann gekauften, Rankings einstellen.

  2. Rainer Meyer

    Vielen Dank für die hilfreichen Infos, die ich auch für einen Blog-Beitrag nutzen konnte. Das Verfahren befasst sich mit den Google-Platzierungen in allen Suchangeboten und betrifft damit nicht nur die Universal Search. Insbesondere sind nicht nur die organischen, sondern auch die Werbeanzeigen bei SEM betroffen. Geprüft werden muss, ob Google eigene Dienste bevorzugt und zwar im Rahmen der Google Algorithmen, die ihrerseits beanspruchen, ausschließlich nach Relevanz die Platzierungen zu berechnen.

    Die Experten der EU-Kommission müssen also beim Googles Algorithmus einen Mechanismus finden, der in systematischer Weise Googles eigene Angebote fördert. Ob Ihnen das gelingt ist zweifelhaft, denn ein solcher systematischer “Fehler” im Algorithmus wäre bestimmt schon einigen der vielen SEO-Experten aufgefallen und ausgenutzt worden.

    Weitere Infos zum Verfahren und zu den Hintergründen:
    “http://www.dir-info.de/nachrichten/internet/europaische-kommission-pruft-neutralitat-von-google-20101070” .

  3. okseo

    Hallo zusammen und vielan Dank für Deinen Artikel. Also so langsam gehen mir diese Klagen mächtig auf den Keks. Irgendwann verklagt mich noch jemand weil ich mehr Kunden über meine Website bekomme als mein Mitbewerber. Wo bleibt da bitte die Marktwirtschaft.

    Google kann auf Ihren Seiten machen was Sie wollen aus meiner sicht, und wenn wir mitspielen wollen müssen wir uns den Regeln anpassen. Google muss sich auch anpassen wenn die Nutzer weglaufen. Also wir die Nutzer haben die Macht was zu ändern. Ein Kommisar oder was auch immer kann garnichts :)))

    Sollen doch die Wettbewerbshüter ein Suchmaschine für alle einrichten. Da gehts den Fair zu. Das bedeutet das wir alle spezielle Brillen bekommen mit Bildschirm wo jede Website für eine Billionstell sekunde für das benutzte Keyword eingeblendet wird. Da mit ja keiner zu kurz kommt. Mensch ich bin ein Genie

    Also Danke euer okseo

  4. Werner Meier

    Ist doch immer die gleiche Leier: Sobald irgendwer oder irgendwas zu mächtig wird, bekommen bestimmte Kreise Angst und versuchen, die Person oder die Firma kleinzuhalten. Leider so üblich auf der Welt. Interessant zusehen wird sein, wie Google mit all dem fertig wird, ob man es tatsächlich schwächen kann und ob es hinterher vielleicht sogar gestärkt aus dieser “Krise” hervorgehen kann. Könnte ja schließlich auch passieren. Die Nummer mit der EU und Microsoft hat dem Konzern ja irgendwie auch nicht so richtig geschadet…

  5. Olaf

    Mir geht diese Klagerei auch extremst gegen den Strich. Google ist einfach mal neben Apple das innovativste Unternehmen der letzten 10 Jahre und durch diese Innovativität haben Sie Ihre Marktmacht stetig steigern können. Nun habe ich das Gefühl versucht Gott und die Welt über Klagen, Steuern (siehe Google Steuer in Frankreich), Gesetze etc. diesen auf Innovativität beruhenden Zustand entgegenzuwirken.

  6. Jan

    Und was soll so eine Klage bewirken? Gerade wenn man bedenkt das Microsoft das auch mit eingeleitet hat dann weis man um was es geht, selber mit Ihren Bing zu dumm so was zu machen und dann eben klagen

  7. Tomas

    Hallo,
    hmm ich glaube ??? sagt es am besten. Google ist eine Website, kein Staat oder dergleichen! D.h. Google hat die Legitimation eigene Werbeflächen einzurichten und die Suchergebnisse, solange diese inhaltlich nicht verfälscht werden, so zu ranken wie sie lustig sind! Verdammt nochmal mir geht das echt auf den Kecks wie inkompetent Microsoft versucht seine eigene Markstellung zu schönen, ohne zu begreifen das sie diese am besten mit ihrem eigenen Auftreten und eigenen Produkten, dem Image aufpolieren könnte!
    Aber mehr sag ich dazu nichtmehr, die Thematik ist lächerlich!

    Gruß
    Tomas

  8. Sonya

    Hallo,

    ich glaube ja, dass diese Klage nicht wirklich Sinn macht, denn der einzige Zweck, der für mich dahinter stehen kann, ist das Microsoft sein Monopol noch weiter ausweiten möchte.

    Gruß

    Sonya

  9. qplayz

    Ich finde dass das Zauberwort: Google bedeutet. Denn Ohne Google ist SEO kein SEO 🙂

  10.   fob

    Nix Genaues weiß man nicht. Suchmaschinenklagen scheinen allerdings gerade in Mode zu kommen, wenn etwas dran ist, vielleicht sogar nicht ohne Grund: http://www.netzwelt.de/news/83856-patente-microsoft-gruender-klagetour-gegen-apple-google-facebook-update-2.html Frage mich bloß, wie global man die Geschichten damals schon patentieren konnte – als es sozusagen noch nicht einmal das Internet gab, geschweige denn die öffentlichen Netze und Nutzer. 😉

  11. nico haupt

    hier geht sicher um pest gegen cholera. ms will mehr markt, google will ihn nicht abgeben.

  12.   fob

    😉 Na ja, Suchmaschinenmarktanteile gewinnt und verliert man mit gesundem Innovationsgeist, Bekanntheitsgrad und Kundenzufriedenheit. Ist wohl von Dritten schwer zu toppen, was Google vorgelegt hat und kontinuierlich weiterentwickelt. Ganz allgemein würde ich ein Bestreben, Marktanteile zu verteidigen und auszubauen aber nicht als Krankheit bezeichnen. “Krank” werden Unternehmen, die sich nicht kundenorientiert weiterentwickeln.

  13. nico haupt

    hinsichtlich des indizierungsbestrebens ist google ja insofern kein vorwurf zu machen, als die qualität ihres dienstes sehr hoch ist- wir alle bestätigen das ja dadurch, dass wir den dienst unentwegt nutzen. von daher ist das keine krankheit. die quantität allerdings ist eben bedenklich. aber wie im artikel schon dargestellt: es können nur wenige oben sein und irgendwie muss man das web ja ordnen.

  14. jan

    Hat sich schon etwas neues ergeben bei der Klage, wurde sie überhaupt so angenommen?

  15. Michelle Goldmayer

    Interessanter Beitrag, bin schon gespannt wie Google darauf reagieren wird, bzw. wie sich das ganze dann entfalten wird. Danke jedenfalls für den Hinweis!

  16. Trockenbau München

    Wieso muss man immer Google als den bösen Datensammler darstellen?
    Vielleicht will Google ja nur Gutes tun 😉


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