E-Business im Mittelstand 2008

Gerade bei impulse online gelesen:

“…Unternehmer, die ihre Aktiviäten im Internet ausbauen, erzielen eine höhere Produktivität. Auch der Mittelstand, der derzeit kräftig ins digitale Geschäft investiert…”

Nicht überraschend aber trotzdem interessant. Wer wissen möchte, womit sich der Mittelstand im Jahre 2008 beschäftigt, sollte sich die aktuelle Studie von IBM und Impulse einmal genauer ansehen:

In der Mittelstandsstudie geht es um Outsourcing von E-Business-Aktivitäten, Entscheider, Eintscheidungseinflüsse und auch um die Entscheidungen selbst. Bei diesen Entscheidungen scheint mir das Potenzial der Marketing- und Vertriebsprofis nach wie vor vielerorts zu wenig berücksichtigt zu werden. Der Studie zu Folge werden Marketing-Strategen nur in jedem zehnten Unternehmen bei der Festlegung der E-Business-Strategie um Rat gefragt. Erschreckend.

Aber:

“Der deutsche Mittelstand bleibt auch 2008 nahezu komplett „Online“. Wie bereits im Vorjahr, verweilt lediglich unter 1% des Mittelstands noch auf der untersten Stufe der E-Business Skala und nutzt somit weder Internet noch E-Mail („Offline“). Es ist anzunehmen, dass sich dieser Trend halten wird und in absehbarer Zeit auch weiterhin ein minimaler Rest hartnäckiger „Offliner“ bestehen bleibt.”

Das ist doch schon mal was. Daneben steigt die Nachfrage nach höherwertigen E-Business-Lösungen und optimiertem Kundenbeziehungsmanagement (CRM-Lösungen). Treibende Kraft der E-Business-Aktivitäten ist natürlich der Wunsch nach Umsatzsteigerungen.

Ob die Amortisationszeiträume der E-Business-Investitionen im Mittelstand richtig eingeschätzt werden? Dies hängt sicherlich von den geplanten Investitionen selbst ab sowie von der Herangehensweise und Professionalität der ausführenden Kräfte. Nicht zuletzt aber auch davon, ob es eine vernünftige Basis gibt, auf welcher die anstehenden E-Business-Aktivitäten aufgesetzt werden können. In vielen mittelständischen Unternehmen scheint zum Beispiel das Web 2.0 noch ein Buch mit sieben Siegeln zu sein. Wer es als Newcomer mit E-Business versucht, ohne einen Online-Marketing-Berater hinzuzuziehen, dürfte es meiner Meinung nach zumindest sehr schwer haben, innerhalb von 6-12 Monaten nennenswerte Umsätze im Internet zu erzielen.

Hier geht`s zur vollständigen Studie, im PDF-Format.

E-Business im Mittelstand 2008

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7 Kommentare zu “E-Business im Mittelstand 2008”

  1. Dara Weishaupt

    Von vielen Firmen aus dem Mittelstand sind Internetvermarktungen immer noch zu fremd. An was kann das wohl liegen? Denke eine pseudokomplizierte Herangehensweisen der Internetvermarkter könnte als Grund hervorgehoben werden. Der Mittelstand konzentriert sich immer noch auf Printmedien oder Direktvermarktungsstrategien, Telefonmarketing usw. Das Internet wird oftmals falsch verstanden oder einfach unterbewertet. Habe selbst diverse Erfahrungen hinter mir.

  2.   fob

    Hallo Dara,

    wer “andere Zeiten gewöhnt” ist, die Internetentwicklungen der vergangenen 10 Jahre nicht aktiv mitverfolgt hat, diverse Internet-Lernprozesse ausgelassen und bis heute keine “Basis” geschaffen hat, auf welche man aufsetzen könnte, … nun aber plötzlich mit einer Fülle von Informationen und sich ständig wandelnden Internetmöglichkeiten konfrontiert wird, … tut sich verständlicherweise schwer damit, den richtigen Einstieg in das E-Business zu finden.

    Mit der Auswahl geeigneter Systeme, der stark gestiegenen Anforderungstiefe, Komplexität und Wettbewerbsdichte im Internet, der Auswahl geeigneter Partner für ein erfolgreiches E-Business… ist mancher Mittelständler schlicht überfordert. Vermutlich auch der eine oder andere Internet-Berater, der vor dem Problem steht, jemanden in komprimierter Form darüber aufklären zu müssen, was man theoretisch für das E-Business tun kann, was der Wettbewerb bereits veranstaltet, um sich zu positionieren und was man unter den individuellen Voraussetzungen des einzelnen Mittelständlers realistischerweise unternehmen sollte, um das E-Business sinnvoll und erfolgreich anzukurbeln.

    Der Mittelstand sucht oft nach einfachen Lösungen zu möglichst kleinen Preisen, mit denen auf der anderen Seite sehr hoch gesteckte Ziele erreicht werden sollen. Aufgabe seriöser Berater und Internet-Agenturen ist es, diesen Firmen zunächst einmal die Komplexität zu vermitteln und sie dazu in die Lage zu versetzen, die (heute) passenden Bausteine auszuwählen, auf deren Basis sich das E-Business aufsetzen und weiterentwickeln lässt.

    Schlagworte, wie Performance Marketing, SEO, SEM, Social Media, Web 2.0, … um nur einige zu nennen, sind Bestandteil eines funktionierenden E-Business-Konzepts, bedürfen aber einiger Erläuterung. Natürlich kann man auch einen Schnellschuss riskieren und auf eigene Faust loslegen. Man sollte sich am Ende nur nicht wundern, wenn man damit nicht weit kommt. Zwischen einer einfachen schicken Web-Visitenkarte (Homepage) und einem Marketing- und E-Business-Konzept gibt es gravierende Unterschiede – eine Vielzahl von Online- und Offline-Prozessen, die geplant werden müssen, wenn man große Ziele verwirklichen möchte. Ein bisschen Glück gehört bei jeder Art von Erfolg dazu. Sein Glück kann man allerdings fördern, wenn man nicht alles dem Zufall überlässt. 😉

    Was ich sagen will ist, dass man ein ernst gemeintes E-Business-Vorhaben nicht dem Zufall überlassen sollte. Es erfordert Beratung, ggf. auch Schulungen, die nicht jeder bereit ist, für sich zu nutzen. Die einen machen sich schlau, um erfolgreich zu werden, andere bevorzugen “Outsourcing” und wieder andere sparen eben an ihrer Zukunft. Jedem was er mag.

  3. Beck

    Das kann ich nur bestätigen…. ein Freund von mir hat in einer Firma angefangen die sich gerade am Markt positionieren will. Da wollte mein Freund nun einige von meinen bescheidenden “Tipps” haben, um die HP etwas nach oben zu bekommen… Ich also meine “Geheimtipps” verraten….. um jetzt nicht zu sehr in Detail zu gehen : …meine Tipps sind ungehört geblieben und es wird lieber Adwords geschaltet …. Ohne Worte….

  4. Dara Weishaupt

    Das mit den Adwords hat sich bis in die Niederungen herumgesprochen! Genau das wird Mittelständler als Kompakt-Internetlösung verkauft. Sicherlich nicht die schlechteste Idee (zum Verkaufen). Ich glaube Adwords sind nicht besonders erfolgreich momentan. Man braucht dazu nur die Seiten beobachten auf denen man selbst noch welche hat und mal 1-2 Jahre zurückdenken… Sparen, sparen und nochmal ist bei den meisten Firmen angesagt wenns ums Internet geht. Die “Werbung” insgesamt hat in Zeiten von Bankenpleiten den schlechtesten Stand. Fernsehspots sind erwiesener Weise momentan noch uneffektiver, darüber will natürlich niemand etwas hören schon gar nicht die Macher. Also pssssst… Jede Krise verbirgt eine Hoffnung!

  5.   fob

    “ch glaube Adwords sind nicht besonders erfolgreich momentan. Man braucht dazu nur die Seiten beobachten auf denen man selbst noch welche hat und mal 1-2 Jahre zurückdenken…” Ist damit Google AdSense gemeint? Auf (ver)alte(te)n Websites?

    Ich habe den Kommentar nicht ganz verstanden. Offenbar geht er weit über das Thema “E-Business im Mittelstand” hinaus. Die Schaltung von AdWords-Anzeigen setzt in jedem Fall eine adäquate E-Business-Investition voraus. Wer nach dem Klick auf die Werbeanzeige nicht überzeugt, hat Geld verschenkt. Wer seine Zielgruppe nicht direkt adressiert, hat Streuverluste. Wer mit der Werbung übertreibt, wird gepflegt ignoriert. Wer “in schlechten Zeiten” auf Werbung ganz verzichtet, hat früher oder später ein Problem. Investitionen haben schließlich fast immer langfristigen Charakter. Auch E-Business-Investitionen wollen gut überlegt sein, bevor man sie Step by Step realisiert. Dass Investitionen sich kurzfristig auszahlen, ist eher selten der Fall. Normalerweise werden sie getätigt, um zukünftiges Wachstum zu ermöglichen. Mit jeder Investition ist schließlich auch ein Investitionsrisiko verbunden. Mit Google AdWords kann man schnell, einfach und relativ zeitnah überprüfen, welche weiterführenden Investitionen sich für das eigene E-Business lohnen könnten. Das Tool selbst ist bei sinnvoller Verwendung durchaus sehr nützlich, ist aber ein Tool für flankierende Maßnahmen, ohne dauerhaften Mehrwert. Man sollte es tatsächlich als kurzfristige Werbung verstehen und nicht als Investition in das E-Business.

  6. Dara Weishaupt

    Sorry, der Kommentar hat sich auf “Beck” bezogen… eins darüber.

  7.   fob

    Macht ja nix. 😉


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