Google-Zensur – für Links und Google AdSense

Nachdem zunächst die Jagd auf Webkataloge und gekaufte Links begonnen hatte, sollen nun auch Google AdSense-Anzeigen ausgemistet werden.

Bei der AdSense-Bereinigungsaktion soll es mehr als 20 Werbe-Kategorien, darunter Zigarettenwerbung, Anzeigen für Online-Gambling und Prostitution – aber auch akademischen WebSites und Ghostwritern an den Kragen gehen.

Daneben werden solche Seiten ausgeschlossen, welche sich der AdSense-Arbitrage (Verknüpfung von Google AdWords-Werbeschaltungen mit “AdSense Landing Pages”) schuldig gemacht haben.

Nach Angaben des Handelsblatts (Printausgabe von gestern) wird Google in den kommenden Wochen verstärkt Jagd auf solche WebSites machen, welche Essays, Themenpapiere, Diplomarbeiten, Hausarbeiten oder Dissertationen anbieten. Es sei noch unklar, ob die Anzeigenschaltung solcher Seiten auch in Deutschland verbannt werden wird.

Im Google-Watch-Blog werden Hintergründe erläutert, weshalb Google ausgerechnet Akademikerseiten “bestrafen” möchte. Demnach sollen sich britische Universitäten darüber beschwert haben, dass ihre Studenten zu viel abschreiben. Ob man das mit Werbeverbot verhindern kann? Wohl eher nicht… 😉

Für Betroffene gibt es natürlich Alternativen, nicht nur von Google AdSense-Konkurrenten, wie Yahoo! oder Affiliate-Netzwerken. Anbieten würde sich zum Beispiel auch der Verkauf von Bannerplätzen oder suchmaschinentauglichen Erstliga-Links, wofür sich Akademikerseiten in der Regel bestens eignen.

Wie das funktionieren soll?

Zum Beispiel mit Linklift oder Text Link Ads, einem WordPress-Plugin, das im Webdesignblog (webdesignblog.de) schon vor langer Zeit einmal beschrieben wurde.

Was es beim Linkverkauf zu beachten gibt?

1. Man sollte Sponsorenlinks grundsätzlich deutlich kennzeichnen.
2. Die aktuelle Version von Text Link Ads legt offenbar WordPress-Tabellen an, die nicht jedermanns Sache sind.

Andere Möglichkeiten?

Für jemanden, der Werbung schalten möchte, wären sicherlich dauerhafte Textlinks innerhalb relevanter Artikel oder auch auf Extra-Seiten die erste Wahl. Alles andere kann früher oder später durch Google-Zensur entwertet werden.

Google-Zensur – für Links und Google AdSense

Benutzerinformation und Links:

3 Kommentare zu “Google-Zensur – für Links und Google AdSense”

  1. […] noch unklar ob & wann dies auch für Deutschland umgesetzt wird. Weitere Gedanken dazu bei Fob-Marketing & im Googlewatch-Blog – ich finde es einfach daneben […]

  2. Malte

    Meinst du mit deutlich Kennzeichen, dass man ein nofollow auf die sponsored Links legen soll, so wie Google es möchte? Dann wird die keiner mehr kaufen.
    Also braucht man sie doch eigentlich gar nicht erst kennzeichnen, oder?

  3.   fob

    Nein. Ich meine, dass man zum Beispiel “sponsored articles” als solche kennzeichnen sollte. Links sollte man nur bei Spam-Verdacht entschärfen.

    Wenn jemand gerne Links auf hochwertigen Seiten verkaufen möchte, kann er sich gerne mal per E-Mail bei mir melden. Ich bekomme am laufenden Band Anfragen nach zum Beispiel “80 oder 100 Links zum Flat-Preis”, verkaufe aber selber keine Links. Zumindest keine ohne den dazu gehörigen Content. 😉


fob marketing Marketing Consulting Hamburg Marketing Werbung Internet PR Suchmaschinenoptimierung Kontakt Impressum Datenschutz