Online Shopping und eCommerce-Studien

Zur Zeit überschlagen sich die Meldungen zu Online Shopping – Studien des Jahres 2006. In meinem (privaten) Shopping Blog hatte ich Anfang Dezember schon einige Online-Studien der BITKOM kommentiert. Demnach stieg der Umsatz im deutschen Online-Handel bereits im Jahr 2005 um 58% auf 321 Milliarden Euro, Tendenz steigend. Wie der Hightext Verlag meldet, stieg die Anzahl der deutschen Online-Shopper im vergangenen Jahr um 7% auf insgesamt 27 Millionen Internet-Käufer. Die Online-Service-Nachfrage steigt…

Von allen Online Shopping -Umsätzen Westeuropas entfielen (2005) 30% des Gesamtumsatzes auf in Deutschland verkaufte Waren und Dienstleistungen.

eCommerce - Studie

Die Nachfrage nach eCommerce-Lösungen stieg ebenfalls auf ein Rekordniveau (seit 2003) an – eBusiness-Lösungen werden inzwischen auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen stark nachgefragt, so die BITKOM-Studie.

Im Electronic Commerce Info Net (ECIN) finden sich weitere interessante Studien zu Online Shopping, eCommerce und zu Veränderungen im Verbraucherverhalten – online und offline.

Ein paar Auszüge der aktuellen Online Shopping und eBusiness -Trends:

Eine metasys-Studie stellte am Anfang des Jahres klar, dass Hersteller und Händler unter Druck stehen. Preisvergleiche sind fester Bestandteil der Online-Kultur und aus keinem Kauf mehr wegzudenken. Das Internet bietet mit einer noch nie dagewesenen Markttransparenz ein Eldorado für Schnäppchenjäger. Selbst wenn die Leute nicht im Internet einkaufen, verlangen sie von ihrem Händler vor Ort den im Internet meist günstigeren Preis.

Einer Trendstudie von Interone Worldwide zu Folge ist das Internet für die Zielgruppe der 30-49 jährigen das glaubwürdigste Informationsmedium und der Ort, an dem Kaufentscheidungen getroffen oder vorbereitet werden.

Nielsen/NetRatings veröffentlichte eine Studie, wonach 94% aller deutschen Haushalte mit Internet-Anschluss (etwa 1/3 der Bevölkerung ist bereits mit einem Breitband-Anschluss versorgt, Tendenz steigend) wichtige Kaufentscheidungen durch Internet-Recherchen vorbereiten. Für 81% ist der Preisvergleich am wichtigsten, gefolgt von Produktinformation und Testberichten.

In einer Studie des Marktforschungsinstituts Fittkau&Maas fand man im Mai 2005 heraus, dass 57% der im Internet nach Produktinformationen recherchierenden Personen bei besonders günstigen Online-Shops einkaufen. Preissuchmaschinen und Preisvergleichsportale sind somit fester Bestandteil unserer Online-Welt.

Die mentasys-Studie macht zudem deutlich, dass sich durch das Internet der Prozess der Kaufentscheidung stark gewandelt hat. Während der klassische Kunde früher beim Händler seines Vertrauens einkaufte und sich eher sekundär für bestimmte Produkte oder Marken interessierte, entscheidet sich der Kunde (dank Internet) heute erst für das Produkt und anschließend für einen Händler. (Point of Need » Point of Decision » Point of Sale).

Der Händler hat somit keine andere Wahl mehr, als professionell in Suchmaschinen, Shopping- und Preisvergleichsportalen zu werben, um sich direkt am „Point of Decision“ zu präsentieren und überzeugend zu empfehlen. Ein verbessertes Qualitäts- und Service-Niveau kann dazu beitragen, Preisunterschiede auszugleichen und Internet-Kunden trotz Preisdifferenz für sich zu gewinnen.

Eine ebay-Studie mit dem Titel „Online-Shopping in Deutschland: Wer kauft was im Netz?“ spricht von soliden Wachstumsraten und neuen Käuferschichten für Online-Shop-Betreiber – aber auch von steigenden Ansprüchen an den eCommerce. Besonders interessant an dieser Studie ist eine genaue Diversifizierung der unterschiedlichen Käufergruppen im Internet. So shoppen z.B. Karrierefrauen und Azubis am meisten, der Osten kauft besonders preisbewusst im Internet ein, der Westen setzt dagegen auf Bequemlichkeit und große Marken. Männer gelten als experimentierfreudiger, Senioren informieren sich vor dem Kauf am besten (und lesen auch das Kleingedruckte). Und wie sollte es im Marketing auch anders sein? Man sollte genau wissen, wen man auf welche Weise zu gewinnen versucht!

Der Studie nach ist der Online-Kauf für viele Deutsche inzwischen alltäglich geworden. Die Einkaufshäufigkeit im Internet ist von Jahr zu Jahr deutlich gestiegen. Die Zahl der „Heavy- und Power-Shopper“ wächst beständig. Am meisten kaufen 15-29jährige Online-Shopper ein, von denen sich 82,7% im Internet bewegen, gefolgt von den 30-39jährigen, die im Internet zu 82,4% vertreten sind. Frauen kaufen lieber in großen und bekannten Online-Shops ein, während Männer auch häufiger in weniger bekannten oder auch in ausländischen Online-Shops bestellen. Besonders interessant ist aber die Entwicklung des Seniorenmarktes. Mit 51,5% kauft mehr als die Hälfte der über 60jährigen online ein! Jeder zweite „Silver Surfer“ bewegt sich jedoch extrem vorsichtig im Internet und schränkt seinen Einkaufsradius stark ein, auf inländische, große und etablierte Online-Shops.

Wer sich für Top Seller im Internet interessiert, sollte mal bei den aktuellen ebay-Studien vorbei schauen. Das Presse-Archiv liefert eine Menge relevanter Informationen. Auch solche, die Auskunft darüber geben, was Deutsche mit ihren Weihnachtsgeschenken anfangen: Jeder zehnte Deutsche verkauft seine Geschenke einfach weiter. Nun ja…

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Ein Kommentar zu “Online Shopping und eCommerce-Studien”

  1. Thomas Huber

    Danke für den Artikel. Ist eine nette Studie.


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