Freelancer-Studie der Universität Hamburg

Freelancer-Studie der Uni Hamburg

Freelancer-Studie der Uni Hamburg, Seite 7:

Gesundheit

In unserer Studie hat uns interessiert, wie die Arbeitsbedingungen von Freelancern sind und wie sich diese auf das gesundheitliche und psychische Befinden der Befragten auswirken. Wir haben dabei zwei Aspekte von Gesundheit erfasst: Zum einen haben wir das Auftreten von „Irritationen“ abgefragt, damit sind stressbedingte Symptome wie z.B. Gereiztheit, Nervosität oder Anspannung gemeint. Zum anderen haben wir psychosomatische Beschwerden erfragt. Dies umfasst verschiedene körperliche Symptome, die stressbedingt entstehen können, z.B. Kopfschmerzen, Nacken- und Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen oder schnelles Ermüden. Irritationen und psychosomatische Beschwerden sind spürbare Folgen von Stress und Belastungen.

Chronischer Stress kann langfristig das Immunsystem schwächen oder „überschießen“ lassen, so dass es im ersten Fall z. B. zu vermehrten Infektionen der oberen Luftwege und zu Herpes-Infektionen kommen kann. Im letzteren Fall kann es zu allergischen Reaktionen, Entzündungen und Autoimmunerkrankungen kommen.

Als langfristige schwere Stressfolgen gelten z. B. Depressionen und das Burnout-Syndrom, aber auch schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Bluthochdruck, bis hin zum Herzinfarkt).

Wie ist es nun um die Gesundheit der von uns befragten Freelancer bestellt?

Zunächst kann festgehalten werden, dass in unserer Untersuchungsgruppe – wie in der Allgemeinbevölkerung – Personen, die ein hohes Maß an Irritationen aufweisen auch häufiger unter körperlichen Beschwerden leiden. 21,5% der Freelancer gaben an, alle paar Wochen unter verschiedenen psychosomatischen Beschwerden zu leiden, nur bei 3,7 % war dies alle paar Tage der Fall. Nach psychischen Beschwerden befragt gaben ca. 62% an, psychische Stresssymptome in der Vergangenheit bei sich beobachtet zu haben, aber nur bei 5,3% macht sich dies in sehr starkem Maße bemerkbar und 12,6% sind hiervon etwas beeinträchtigt. Die am häufigsten genannte Beeinträchtigung waren Schwierigkeiten nach der Arbeit abzuschalten, was immerhin 40% der Freelancer kennen. Aber nur bei 6% macht sich dies sehr stark bemerkbar. Andere Beschwerden wie z.B. Gereiztheit, Nervosität, schnelles Verärgertsein, treten bei jeweils ca. 9-12% auf, aber auch hier sind jeweils nur ca. 5% stark beeinträchtigt. Bei den psychosomatischen Beschwerden sind Rücken-, Nacken-, und Schulterschmerzen, sowie schnelles Ermüden am weitesten verbreitet: 21-23% der von uns Befragten haben hiermit immerhin alle paar Wochen zu tun, aber nur bei 4-8% ist dies alle paar Tage der Fall. Weitere Beschwerden, die zumindest alle paar Wochen bei vielen auftreten sind:

Völlegefühl (20%), Schlafstörungen (17%), Nervosität (16%), verkrampfter Körper (15%), Konzentrationsstörungen (10%), ein Gefühl von Müdigkeit und Zerschlagenheit (11%), empfindlicher Magen (12%), Kopfschmerzen (9%) und Sodbrennen (8%), um die häufigsten zu nennen. Es ist jedoch hervor zu heben, dass der Anteil der Freelancer unserer Studien, der alle paar Tage unter den genannten Beschwerden leidet und damit als gesundheitlich stark beeinträchtigt gelten kann, nur bei 3-5% liegt. Schlafstörungen und schnellem Ermüden sind die einzigen Beschwerden, unter der eine größere Anzahl von Freelancern (nämlich 9%) auch alle paar Tage leidet.

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